Motorradtour Frühling 2021

Start 25.5.2021

Schweiz-Frankreich-Spanien – Marokko Portugalo

Am 25.05.2021 sind wir losgefahren. Wir trafen uns an der Raststätte Wallisellen. Bei Sonne und Regen fahren wir auf der Autobahn Richtung Frankreich. Kurz vor der Französischen Grenze essen wir am Genfersee noch zu Mittag. Wir kommen gut voran bis Lyon, wo wir uns eine Übernachtungsmöglichkeit suchen. In Le Puy–en–Velay werden wir fündig, ein kleines Motel was Nachtessen und Frühstück anbietet.

26.05.2021

Gegen 9 gehts los, diesmal eine schöne, kurvenreiche Stecke bis nach Carcassonne. Durch Wälder und unzählige Hügel und Kurven fahren wir. Alles ist extrem grün und der Verkehr ist angenehm, die meisten fahren sehr rücksichtsvoll. 

Hier steht das grösste und besterhaltene Schloss von Europa, welches wir bei einem kurzen Rundgang anschauen. Wirklich beeindruckend.

Gegen 7 treffen wir in der Unterkunft bei Puivert ein. Jan konnte hier ein B&B buchen. Es ist etwas abgelegen aber eine wahnsinnig schön umgebaute ehemalige Mühle. Unser Gastgeber ist sehr freundlich und zuvorkommend und zaubert uns trotz der kurzfristigen Buchung noch ein leckeres Abendessen mit Fleisch und Wein.

27.05.2021

Heute gehts nach Spanien, da unser Covidtest am Mittag abläuft. Wir kommen gut voran, und können bei der Fahrt die tolle Landschaft geniessen. Kurz vor zwölf treffen wir in Puigcerdà ein, ein Zoll ist nirgends zu sehn und so können wir ungehindert nach Spanien einreisen.

In La Seu dˋUrgell stärken wir uns mit Tapas. Wir beschliessen heute das erstemal zu campen und unsere Ausrüstung zu testen. Wir werden herzlich empfangen, bis auf uns ist niemand zu Gast hier. Heute haben wir auch zum ersten Mal einen Kaffee auf dem Gas-Kocher gemacht – perfekt! Nun erholen wir uns etwas von den bisherigen doch recht anstrengenden langen Tagen und faulenzen in der Sonne bei 25 Grad. Pura Vida!

28.05.2021
Nach einer harten und kühlen Camping Nacht und entsprechend steifen Gliedern haben wir uns etwas Zeit gelassen mit dem ganzen Abbau und waren erst um ca 1030 abfahrbereit. Geschlafen haben wir einigermassen gut – eventuell hat der Rotwein geholfen.  Vor der Abfahrt noch schnell einen Cortado und einen Schwatz mit der Dame vom Campingplatz. Die hat dann gleich unsere Routenpläne geändert und uns erst mal off-road über die Berge geschickt. Nach einigem Verfahren haben wir tatsächlich eine tolle Route gefunden und viel Spass gehabt.

Danach fuhren wir auf gut ausgebauten Strassen über mehrere Pyrenäenpässe, allerdings immer auf der Spanienseite, da wir nicht nochmals über die Grenze wollten nach Frankreich, wegen der Covid Anforderungen. Verkehr hat’s kaum und Touristen schon gar nicht.

Mittlerweile haben wir wieder ein äusserst gemütliches kleines Hotel gefunden und trinken erst mal ein Bierchen.  Die Leute waren bis jetzt immer äusserst freundlich und wir geniessen es sehr. Zwischendurch noch für die Ducati neue Off-road Reifen telefonisch organisiert, nachdem Gabi in Valencia vor Ort alles vorbereitet hat!

29.05.2021

Bei sonnigem, warmen Wetter fahren wir aus dem kleinen, sympathischen Perarrua Dörfchen Richtung Pamplona, unser geplantes Tagesziel. Wir fahren über gute Strassen und herrliche Landschaften. Bei einer kurzen Kaffeepause passen wir unsere Route etwas an und fahren einen Umweg über eine etwas kurvige Strecke.

Im Dorf Uncastillo machen wir halt und besichtigen die Ruinen und Überreste des Schlosses Placio de Pedro lV. Ein kurzer Film erklärt uns die Geschichte der alten Mauern. Bei heissen 28C geniessen wir die Aussicht beschliessen uns im Dorf noch zu verkosten. 

In Pamplona gibt es leider wenig zu sehen und wir beschliessen nach dem Rundgang durch die Altstadt, ausserhalb eine Unterkunft zu buchen.

In Carcastillo haben wir eine nette Unterkunft gefunden. Die Landschaft hier ist wieder ganz anders, und wir freuen uns schon auf die morgige Erkundung.

Auch heute haben wir unsere Feierabendgetränke verdient, auch weil Jan noch den Haushalt gemacht hat.

30.05.2021 – ca 370km, davon 70km off-road; Carcastillo nach Galve

Nicht nur das Abendessen gestern, auch das Frühstück war das beste bisher. Wir hatten einmal mehr Glück mit der Wahl der Unterkunft.

Ein besonderes Highlight hatten wir während des Frühstücks erfahren: das Hotel liegt direkt an der TET (Trans European Trail), eine privat organisierte Sammlung von Motorrad Off-road Strecken. Wir hatten die entsprechenden Tracks schon in der Schweiz auf unsere Navis geladen und konnten diese heute erstmals testen.

Auf schmalen Pfaden durch den Wald und Kiesstrassen, entlang von Feldern, fuhren wir durch die tolle Landschaft in den Nationalpark Bardenas Reales de Navarra. Eigentlich sind die Routen ja nicht für unsere grossen und schwer beladenen Maschinen gedacht, aber Spass gemacht hat’s trotzdem. Heute haben wir auch viele lokale Bikers auf ihren kleineren off-road bikes gesehen. Und mehrmals haben wir auch eine Gruppe von Franzosen überholt, die jeweils nett gewunken haben, als wir an ihnen vorbeigebraust sind

Später bin ich dann mal noch aus Versehen in den Strassengraben gefahren! Nichts passiert aber kam kaum mehr raus! Und schliesslich ist mir auch noch die Sonnenbrille runtergefallen direkt unters Rad!

Das Ganze war ziemlich anstrengend und wir erholten uns bei einem kleinen Lunch an einer Tankstelle.

Danach fuhren wir nach Saragossa in die Stadt. Direkt in der Altstadt vor der Kathedrale parkiert und bequeme Klamotten angezogen für einen kleinen Stadtbummel. Normalerweise hat’s hier ja unzählige Touristen, im Moment aber nur Spanier die einen Sonntagsausflug machen. Sehr schöne Stadt!

Nach Saragossa ging’s auf kleinen Landstrassen durch halbverlassene Dörfer und karge Landschaften Richtung Südwesten. Beeindruckend sind die sehr zahlreichen Windräder zur Stromerzeugung die man immer wieder sieht. 

Eigentlich wollten wir heute ja Zelten, aber da es schon relativ spät ist, sind wir wieder in ein kleines Hotel gegangen.  Zum Glück denn kaum angekommen kam ein starkes Gewitter auf mit Hagel!

31.05.2021 Ca. 190 km, davon 25km offroad: Galve nach Valencia

Auch letzte Nacht waren wir einmal mehr die einzigen Gäste im Hotel. Viele Bekanntschaften mit spannenden Gesprächen übers Motorradfahren haben wir bis anhin noch nicht gemacht, aber zum Glück geht uns der Gesprächsstoff noch nicht aus. Das Hotel war wieder sehr einfach, das Essen ebenso. Egal, am morgen gings weiter und zwar nach wenigen Kilometern wieder auf eine TET offroad Strecke. Dieses Mal ziemlich anspruchsvoll und zwischendurch auch mal ein Kuhdraht quer über den Pfad. In einer besonders engen Stelle mit tiefem Schotter musste Jan mal kurz sein Motorrad hinlegen, ist aber glücklicherweise weder ihm noch dem Motorrad was passiert.

In einem kleinen sehr historischen Städtchen – Teruel – machten wir eine kurze Kaffeepause und danach gings ziemlich direkt nach Valencia wo uns Gabi schon voller Freude erwartet hat.

Bei einem kurzen Stadtrundgang in der Altstadt wurde schnell ersichtlich, wie schön Valencia ist. Alles voller kleiner gemütlicher Beizen und Bars, wenn auch im Moment keine Touristen da und die meisten Geschäfte geschlossen sind. Das Zentum besticht durch seine grandiosen historischen Bauten und tolle Architektur. Bei einem Optiker (im dritten Geschäft hats geklappt) konnten wir eine neue Sonnebrille bestellen, welche morgen schon mit korrigierten Gläsern bereit sei soll.

Nun werden wir einige Tage in Valencia bleiben und uns von Gabi verwöhnen lassen. Ebenfalls werden wir am Mittwoch noch die neuen Reifen auf Patrice’s Motorrad machen lassen, und dann schauen, ob wir nach Marokko einreisen können oder Richtung Portugal weiterfahren.

Voraussichtlich werden wir also einige Tage keinen update im Blog machen, aber schaut auf jeden Fall wieder vorbei!

01.06.2021

Nach einem feinen Z’morgen machen wir in der Stadt einen Spaziergang. Im Mercat Central, welcher eine grosse Auswahl an frischen Gemüsen, Früchten, Meerestieren und Fleisch bietet, kaufen wir einiges ein.

Nach den vielen Schritten, dem feinen Mittagessen und der Auswechslung des Wasserhahns müssen wir uns erholen.

Nachmittags gehts mit Luis, unserem Stadtführer, zur Stadtbesichtigung. Er weiss alles von den letzten 2000Jahren :-).

03.06.2021

Ein Tag in Valencia

Auf dem Weg zum Strand
Am Strand, Marina Beachclub
Ein Teil der Auswahl

Über den Dächern von Valencia

04.06.2021

Wir sind immer noch im schönen Valencia. Wir geniessen die Zeit mit Gabi. Nach einem Shoppingausflug können wir mein Motorrad aus dem Service abholen. Sieht richtig toll aus mit den neuen Pneus und der Komplettreinigung.

Am Nachmittag wird das Wetter noch richtig schön und warm.

Essen direkt am Meer. Super lecker und tolle Stimmung.

06.06.2021 – on the road again! Ca 220km Valencia – Albacete

Nach einer schönen und entspannten Zeit in Valencia gehts heute weiter nach Albacete, einer kleinen Stadt im Landesinnern. Die Route führt anfangs über einen kurvigen Pass mit herrlicher Aussicht. Unzählige Töffs sind unterwegs, es scheint eine beliebte Strecke zu sein.

Die Route führt weiter, etwas weniger kurvig, über eine Hochebene mit vielen Feldern. Es ist herrlich zu fahren und es gibt nur sehr wenig Verkehr.

Nicht vergessen Ton einschalten🙂

Nach dem Mittagessen fahren wir durch eine Schlucht, alles dem Fluss entlang. Die Landschaft ist einzigartig schön. Wir fahren durch viele kleine Dörfer und Siedlungen, die seitlich in den Fels gebaut sind. Auch hier nur sehr wenig Verkehr und es ist einfach nur herrlich:–).

Schliesslich erreichen wir Albacete, wo wir uns im ersten Hotel über den unfreundlichen Empfang ärgern und gleich wieder gehen. Im Moment gibts ja genügend Alternativen da kaum Touristen unterwegs sind. Ein neues Hotel ist schnell gefunden.

Leider wird mit der Fahrt nach Marokko nichts, die Behörden halten die Grenzen bis sicher Mitte Juli noch geschlossen. Deshalb werden wir nun erst einige Tage in Andalusien verbringenden und danach schauen wir Portugal mit dem Bike ist.

07.06.2021

Wir fahren weiter Richtung Süden in das kleine Turistendorf Mojácar. Eigentlich wollten wir heute einen Teil der Route Off-road fahren. Leider müssen wir schon nach wenigen Metern umdrehen da die Strecke an manchen Orten durch den vorangegangenen Regen Spiegelglatt ist. 

Die Ortschaft liegt direkt am Meer. Wir machen uns nach dem Check in gleich in Richtung Strand auf. Im ca. 20C kaltem Wasser kühlen wir uns ab. Im Strandrestaurant trinken wir danach unser Bier und geniessen die Aussicht.

08.06.2021

Heute wollen wir Zelten! In der Gegend gibt es viele Plätze, aber keiner kann unseren Erwartungen erfüllen. So fahren wir entlang dem Meer, auf der Suche nach einem Platz direkt am Meer. Die Strasse führt uns durch unzählige Gewächshäuser und öfters auch unangenehme Duftwolken. Fündig werden wir nach der Ortschaft Almería. Der Platzwart ist freundlich und wir können uns einen schönen Ort für unsere Zelter und Motorräder Aussuchen. Nach dem Einrichten gehts gleich ins Wasser, gefühlte 19C. Nach der Abkühlung fahren wir zu einer kleinen Strandbar wo wir uns mit Tapas stärken stärken.

Heute wollen wir unsere Kochutensilien testen, wir kaufen alles für ein Pilzrisotto. Fleisch fehlt natürlich auch nicht. Essen schmeckt super, währe Zuhause nicht besser geworden.

09.06.2021 Almería

Nach dem feinen Abendessen gestern haben wir in der Campingplatz-Bar noch etwas geplaudert, einen Carajillo getrunken und uns dann in die Zelte verzogen. Vor dem Schlafen dann noch einige Episoden Vikings auf Netflix geschaut. Das Einschlafen war eh nicht ganz einfach, da gleich neben uns eine Gruppe von Spaniern bis morgens um halb zwei gefeiert hat! Als ich um ca 0830 aus dem Zelt kroch, war Patrice schon am Frühstücken. 

Danach machten wir uns bereit für die schon länger geplante off-road Tour. Die TET hat bei Almería eine Kreistour und wir wollten heute mal ohne Gepäck eine Fahrt machen.  Nach knapp 20 km Autobahn fanden wir den Einstieg in die off-road Passage.  Innert kürzester Zeit wechselte die Qualität der Strasse dramatisch. Erst geteert, dann Schotter und schliesslich ein ausgetrocknetes Flussbett. Immer wieder feiner tiefer Sand und danach wieder Kies. Rein und raus aus dem Flussbett mit entsprechenden schwierigen Passagen.  Nicht lange und wir waren gebadet in Schweiss, eine Mischung aus Folge von Hitze, Anstrengung und nackter Angst! Nachdem wir beide einige Male nur knapp einen Sturz vermeiden konnten, hielten wir an um uns zu besprechen. Wir waren uns dann schnell einig, dass wir so nicht 200km durchhalten würden und entschieden schweren Herzens umzukehren

Endlich waren wir wieder am Ausgangspunkt zurück, einerseits froh, andererseits etwas enttäuscht. Die Bikes sind einfach zu schwer für hartes off-road.

Danach fuhren wir erst mal zurück zum Camping und genossen für einige Stunden das Meer und den Strand. Am Nachmittag fuhren wir in die Stadt zum Sightseeing. Über der Stadt Almería auf einem Hügel trotzt die gewaltige Festung La Alcazaba de Almería, die zweitgrösste Festung der Mauren in Spanien. Sehr eindrucksvoll mit fantastischem Rundblick über die Stadt und das Meer.

Dann ging’s erst mal zu Fuss in die Stadt wo wir was trinken wollten. Lange mussten wir bei den hohen Temperaturen suchen, bis wir endlich eine kleine Bar gefunden haben. Almería als Stadt ist eher etwas enttäuschend.

Das Abendessen war allerdings wieder ein Highlight. Wir hatten in einem kleinem Marokkanischen Restaurant gleich unter der Festung einen Tisch reserviert.  Das Essen war ausgezeichnet. Kalte Suppe zur Vorspeise und dann ein Lamm-Tagine.

Schliesslich ging’s dann wieder zurück auf den Campingplatz, wo wir noch einen Carajillo hatten. Und nun wartet eine weitere harte Nacht auf uns im Zelt!

10.06.2021 Granada

Über den Pass Puerto de la Ragua und den Parque National de Sierra Nevada fahren wir nach Grenada. Die Strecke hat unzählige kurven und eine traumhafte Landschaft, die sehr grün ist. Wir kommen an vielen kleinen, abgelegenen Dörfern vorbei. Wer lebt da wohl?

Auf dem 2000m hohen Gipfel machten wir Pause, es ist eine schöne Abkühlung bei 23°C. Später steigen die Temperaturen über 35°C.

Wir finden in Granada ein kleines, zentralgelegenes Hostel. Den Ritterlook und die Einrichtung haben uns beeindruckt.

Morgen sehen wir uns die Mächtige und Geschichtsträchtige Alhambra Burg an.

11.06.2021

Heute ist unser Kulturtag. Die Burg Alhambra, die Kathedrale und die Höhlen über der Stadt sind programm.

Bis am abend sind es über 16000 Schritte geworden. Zufällig sind wir noch den Hexen von Granada begegnet.

Wohlverdientes Essen vom freundlichen Marokkaner hat toll geschmeckt. Mhmmm

13.06.2021

Unser nächstes Ziel ist Marbella. Der Ort liegt am Meer und ist das Ibiza vom südlichen Spanien. Auch diesmal wählen wir eine Route durch die Hügel und abgelegenen Dörfer. Wie immer wählen wir nicht die direkte Route sondern lassen das Handy eine Nervenkitzelroute suchen. Bis anhin hat das prima geklappt und auch heute waren es wieder tolle Strassen, teilweise sogar Schotter. Die Strecke von Granada her ist nicht allzuweit und so kommen wir bereits nach dem Mittag in Marbella an. Unser Navi führt uns im Zentrum direkt zu einem Parkplatz mit einem schönen Lokal mit Terrasse.

Unser Hostal für die nächsten Tage ist schnell gefunden und so können wir im Zimmer noch den Rest des Spiels Schweiz/Wales schauen. Nach dem ersten Tor ziemlich enttäuschend…

Gegen Abend verweilen wir in einer Strandbar bei einem kühlen Drink, und erfreuen uns an der Livemusik und den diversen unterschiedlichen Leuten.

Marbella bietet alles für die perfekten Strandferien. Sonne, Strand, Meer, coole Bars, viele viele Shops und Restaurants mit gutem Essen.

13./14.06.2021

Strand, essen und relaxen. Einfach Seele baumeln lassen, dafür eignet sich Marbella ideal.

15.06.2021 Sevilla 230km

Heute machen wir uns etwas früher auf den Weg. Wir treffen uns bereits 8.45!

Wir fahren Richtung Sevilla. Etwas mehr als eine Stunde Schnellstrasse und Überland. Einen weiteren Teil Off–Roud muss es heute noch sein. Ich fahre auf meiner Ducati ca. 30km und 1 1/2h über Schotter, Waldboden, Ausgewaschene Wege mit tiefen Löchern und steile Abhänge hoch und runter. War ziemlich fordernd, hat aber grossen Spass gemacht.

Den Rest der Strecke gehts dann wieder etwas schneller. In diesem Teil von Spanien hat es riesige Felder mit Sonnenblumen und verschiedenen Getreiden.

Sevilla ist eine Grossstadt und bekannt für die grösste Kathedrale in Spanien. Sie ist wirklich riesig und Ihr Turm über 70m hoch. Innen aufwendig gemachte Schnitzereien mit Gold verziert, diverse Glaubens Bilder und Einrichtungen. Die Orgel ist geschätzte 30m hoch. Und das hightlight sind die Überreste von Columbus.

16.06.2021 Portugal Mouro, 230km

Wir fahren an einer Photovoltaikanlage vorbei, welche wir näher begutachten. Mittels Spiegel wird ein Turm angeleuchtet, der Wasser erhitzt. Der entstehende Dampf treibt dann eine Turbine für die Stromproduktion an.

Wieder wunderbare verhältnisse für tolles Motorrad fahren.

Der Grenzübertritt beschränkt sich auf zwei Tafeln🇪🇸🇵🇹.

Auch hier in Mouro fanden wir ein tolles, nostalgisches Hotel wo wir die Nacht verbringen

Da in Portugal die Zeit um eine Stunde verschoben ist, können wir morgen eine Stunde länger schlafen.

17./18.06.2021 Lissabon und Nazaré

Jan hat sich eine Augenentzündung eingefangen und muss nach vorgabe des TCS Arztes Medikamente besorgen. Im Spital, nach einer kurzen Untersuchung, bekommt Jan das nötige Rezept. Mittags sind wir dann bereit für die fahrt nach Lissabon. Die Hotelsuche, bei der kurzen Pause auf der Strecke, wird schwierig. Lage, Preis und Bewertung müssen stimmen. Nach einigen anstrengungen entscheiden wir uns für ein Hotel mit Pool etwas ausserhalb der Stadt. Wir buchen und bezahlen zwei Nächte, da wir einen Tag für die Besichtigung der Stadt eingeplant haben. In einem lokalen Restaurant mit südländischem Kantineflair gehen wir Abendessen und schauen uns Nordmazedonien gegen Ukraine an. Dann die Meldung: Lissabon wird abgeriegelt von morgen Freitag Nachmittag bis Montag! Das Wetter, 15° und Regen. Was sollen wir tun; Jan hat trotz der Medikamente noch mühe mit dem sehen, wir wollen nicht solange in Lissabon bleiben und das Wetter….?

Der Hotelier ist leider nicht bereit die bezahlte Nacht zu erstatten und trotzdem beschliessen wir mittags aus der Stadt zu fahren. Während Jan sich kuriert, sehe ich mir morgens die Stadt an. Es geht rauf und runter und über unzählige Pflastersteine. Es ist eine lebhafte und geschichtsträchtige Stadt, nach fast 20000 Schritten glaube ich das wichtigste gesehen zu haben.

Nach dem Mittag treffen wir uns wieder und machen uns auf Richtung Norden. Der Verkehr, wie auch schon am Vortag, ist chaotisch und man muss höllisch aufpassen. Kreuz und quer wird gefahren und dazwischen noch die Roller. Sonne und Regen wechseln sich ab. Bei einer kurzen Verpflegungspause beschliessen wir nach Nazare zu fahren. Hier gibt es die grössten Wellen, einen schönen Strand und auch ein Hotel das nach unseren Bedürfnissen ist. Wie schön muss der Ort wohl sein wenn noch das Wetter mitspielt!?

18°C kalt🥶

Das Abendessen beim Italiener ist wie man es sich wünscht: klein, familiär und alles selbstgemacht. Lasagne, Tiramisu, Wein und Grappa. Hat verdiente 5 von 5 Sternen.

Unsere Reise werden wir nicht wie umgeplant, Marokko war ja auch nicht möglich, dem Wetter ausrichten. Und so werden wir Richtung Osten fahren anstelle Norden.

19.06.2021 Galisteo ( Spain im niergendwo)

Bevor wir morgens weiterfahren, gehen wir noch zur Ausichtsplattform. Dort befindet sich ein kleines Museum. Ausgestellt sind diverse Surfbretter mit Ihren Rekordhaltern sowie die Erklärungen zu den übergrossen Wellen. Die Plattform bietet einen wundervollen Ausblick.

Bei kühlen und nass/grauen Wetter fahren wir los. Je weiter wir östlich kommen um so milder wird die Temperatur und die Wolken hellen sich auf. Zoll bei der Grenze gibt es auch dieses mal nicht.

20.06.2021 Fayón, 719km

Sonntagmorgen, es ist kalt und regnet. Zum Frühstück müssen wir uns auf Kaffee beschränken, da es nichts „ansprechendes“ gibt. Der Tag könnte besser beginnen…

Wir entfliehen dem schlechten Wetter. Bei Regen und 11°C fahren wir los und bei 28°C Sonne/Schönwetterwolken treffen wir in dem kleinen, verlassenen dörfchen Fayón ein.🥵

Gerade noch rechtzeitig für das Spiel Schweiz-Türkei, welche wir vernichtend schlagen💪. Leider können wir nur auf dem Handy schauen, und die sms Spielstand-Benachrichtigungen sind jeweils vor der Übertragung!😏 Trotzdem ist es immer schön, nach der Fahrt, ein kühles Bier in der Abendsonne zu geniessen.

21.06.2021 Tarragona, Andorra

Heute wollen wir einen weiteren Off-Roudabschnitt befahren. Leider können wir die geplante Tour nicht machen, Jan hat trotz besserung seiner Augen nach wie vor mühe zu sehen. Kurz vor Eintritt brechen wir das Vorhaben ab.

Wir beschliessen in die nächst gelegene Stadt Tarragona zu fahren, wo wir uns besprechen können und eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken.

Schweren Herzens beschliessen wir uns zu trennen. Wir hatten eine gute Zeit zusammen, obwohl wir nicht nach Marokko einreisen konnten, das wetter des öfteren nicht mitspielte und Jan`s Augen sich entzündeten. Jan fährt nun direkt Richtung Heimat auf der Autobahn und ich nach Andorra in den Pyrenäen.

Es ist eine schöne fahrt dahin, tolle Ausblicke und jede menge Kurven.

Andorra ist ein Shoppingparadies, hier gibt es alles und erst noch günstiger.

22.06.2021 Peyriac de mer, 270km

Kreuz und quer durch die Shopping Mall, unzählige Shops mit allem was das Herz begehrt. Leider nichts passendes für mich dabei, auch wegen dem Platzmangel an Board. Eine kleine Küchenhilfe für die zubereitung von egg Benedict habe ich gekauft, dies musste sein😋 . Mittags breche ich auf in Richtung Norden. Es ist superschön zu fahren, wenig Verkehr und eine herrliche Bergwelt.

Heute wird nochmals gezeltet. In einem kleinen Nest, direkt am Meer, ist ein Platz. Ich fahre mittels Navi hin, viel ist aber nicht vorhanden. Es hat mehrere Wohnmobile, die alle auf der durchreise sind. Egal, für eine Nacht passt es.

Habe bereits eingekauft und alles dabei. Es gibt Tomaten/Morzarellasalat mit Brot und Pasta an einer Tomaten/Oliven und schwarzen Knoblauch Sauce.

Nach dem Essen mache ich am Meer noch einen kurzen Spaziergang, es tut gut nach der langen Fahrt etwas zu laufen.

Jan ist unterdessen zuhause angekommen, nach über 900km fahrt! Hitze, Regen und Stau musste er bei dieser langen Fahrt übersich ergehen lassen. Ich bin froh, dass Du heil angekommen bist, abgesehen von dem wunden Po😄